Die Militärtechnologie

Um den zukünftigen hohen Anforderungen eines militärischen Einsatzes gewachsen zu sein, wurde in den 1930er Jahren vom US-Verteidigungsministerium die Weisung erteilt, elektronische Steckverbindungen zu entwickeln, die diese hohen Erwartungen erfüllen sollten. Die daraus entstandene neuartige Army-Navy-Serie, auch Typ AN genannt, bildete den allgemein gültigen Standard für alle nachfolgenden Ring- und Steckverbindungen. Offiziell wurde dieser Standard als Military Standard (MIL-STD) bekannt, informell allerdings erhielt sie die Bezeichnung MIL-SPEC. Obwohl die meisten Militär-Steckverbindungen in den Vereinigten Staaten entwickelt wurden, setzten sie sich auch bei den übrigen Verteidigungsstreitkräften rund um den Globus als Regelsteckverbindung durch.

Da sich die Militärtechnologie ständig weiter entwickelt, werden ständig neue und neuartige Einsatzgebiete und -möglichkeiten geboren, in denen die MIL Stecker zur Anwendung kommen. Ihre Einsatzbereiche umfassen die Gebiete der Kommunikation, Navigation, Radar, Luftführung, Marinesteuerung sowie in der immer wichtiger werdenden elektronischen Kriegsführung. Insbesondere Letztere beeinflusste die Form und Größe der Steckverbindungen im erheblichen Maße. Denn von Generation zu Generation wurden die militärischen Steckverbindungen leichter und kleiner sowie stoß- und vibrationsbeständiger, zudem wurde ihre Bandweite und Sicherheit erhöht und ihr Energieverbrauch reduziert. Dennoch sind sie belastbar genug, um Einsätze in heißen
klimatischen Gegenden oder unter den extremsten maritimen Bedingungen wie Sturm oder Sturzfluten zu widerstehen.

Die neusten militärischen Kommunikationssysteme der gegenwärtigen Generation nutzen im verstärkten Maße die Lichtwellenleitertechnologie, da sie sich als besonders immun gegen Störungen erwiesen hat und des Weiteren problemlos hohe Distanzen überbrücken kann. Da diese Technologie über eine hohe Bandbreite verfügt, lassen sich eine Vielzahl von Anwendungen wie Sprache, Daten und Video übertragen. Da immer mehr Produzenten sie herstellen, sinken die Kosten der Lichtwellenleiter und werden somit gleichzeitig immer erschwinglicher. Die hier zum Einsatz kommenden Steckverbindungen müssen in der Lage sein, dieses hohe Datenaufkommen möglichst störungs- und verlustfrei zu übermitteln.